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Steuern / Einkommensteuer 
Donnerstag, 08.03.2018

Selten beruflich genutzes häusliches Arbeitszimmer schon bei nur geringer privater Nutzung nicht steuerlich absetzbar

Ein häusliches Arbeitszimmer, das betrieblich ausschließlich für Arbeiten im Zusammenhang mit dem Betreiben einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Wohnhauses genutzt wird, kann auch bereits bei minimaler privater Mitbenutzung nicht als Betriebsausgabe abgezogen werden, denn angesichts der äußerst geringfügigen betrieblichen Nutzung – nur wenige Stunden im Jahr – ist jegliche noch so geringe private Nutzung bereits schädlich. So entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Az. 6 K 2234/17).

Die Klägerin erzielt gewerbliche Einkünfte aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage. Für das Streitjahr machte sie u. a. Aufwendungen für ein Arbeitszimmer in Höhe von 1.700 Euro als Betriebsausgaben geltend. Das Finanzamt erkannte die Aufwendungen nicht an.

Die dagegen erhobene Klage hatte keinen Erfolg. Wenn – wie hier – das Arbeitszimmer nur wenige Stunden pro Jahr für betriebliche Zwecke und im Übrigen entweder privat oder gar nicht genutzt werde, sei der Betriebsausgabenabzug schon dann zu versagen, wenn der Raum auch nur vereinzelt privat genutzt werde.

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